{"id":159,"date":"2015-06-04T21:40:38","date_gmt":"2015-06-04T19:40:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martin-heinrich.at\/rebecca\/?p=159"},"modified":"2015-06-04T21:43:31","modified_gmt":"2015-06-04T19:43:31","slug":"stromboli-poetry-slam-schwuler-papst-kaktus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/?p=159","title":{"rendered":"Stromboli Poetry Slam Schwuler Papst Kaktus"},"content":{"rendered":"<p>Hallo liebe Menschen,<\/p>\n<p>Hier endlich einmal wieder ein Beitrag auf meiner Seite &#8211; muss sein, schlie\u00dflich fand letzte Woche ja mein Lieblings-Potry-Slam statt!<\/p>\n<p>Hier stelle ich euch einen Arbeitsauftrag aus der Universit\u00e4t, der so ein bisschen allgemeine Beschreibung vom Stromboli (tw. aus dem letzten Bericht) und Bericht von diesem Poetry Slam darstellt.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Lesen!<\/p>\n<p>Hier geht&#8217;s los:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kritiktext einer literarischen Veranstaltung: Stromboli Poetry Slam (Hall, 30.05.2015)<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Kritiktext bezieht sich auf die literarische Veranstaltung \u201eStromboli Poetry Slam\u201c. Dieser wird ca. 3 bis 4 Mal das Jahr durchgef\u00fchrt. Er findet in Hall in Tirol statt in dem Kulturlabor Stromboli, welches ein Caf\u00e9, eine Bar und einen Veranstaltungsort f\u00fcr Kultur, Musik, Theater und Kunst gleicherma\u00dfen darstellt.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich mag solche Poetry Slams. Solche, wo Kaffeehaus-Stimmung herrscht. Wo man rauchen und trinken und an kleinen, runden Tischchen zusammen sitzen kann. Wo die Bar direkt neben der B\u00fchne ist. Wo die Leute aktiv zuh\u00f6ren und jeden Poeten respektieren. Ihm ihre ganze Aufmerksamkeit f\u00fcr f\u00fcnf Minuten gewidmet wird. Wo sich Newcomer ohne Hemmungen und Lampenfieber auf die B\u00fchne st\u00fcrzen. Wo es auch Merkw\u00fcrdiges gibt. Wo es \u201eslamuntypisches\u201c gibt,\u00a0falls es das \u00fcberhaupt gibt, das trotzdem Geh\u00f6r und Gefallen findet. Wie zum Beispiel eine gek\u00fcrzte Oper. Wo Markus K\u00f6hle arme Zuschauer mit Schokolade am Kopf trifft. Wo Martin Fritz das Intro zu <em>Orange is the<\/em> <em>New Black<\/em> als Jingle spielt und wenn er fehlt, etwas fehlt. Wo ehrlich am\u00fcsiert geschmunzelt und ernst ber\u00fchrt genickt wird. Man sitzt dicht beieinander, die Veranstaltung hat etwas sehr Famili\u00e4res, das doch Raum f\u00fcr Neues bietet.<\/p>\n<p>Die Zuh\u00f6rer waren zahlreich eingetroffen, trotz des sch\u00f6nen und warmen Wetters. Es herrschte reges Treiben und Flo bediente hinter der Bar, die \u00fcbrigens auch ein Bereich war, an dem sich das Publikum versammelt hatte.<\/p>\n<p><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Zusammenfassung der Teilnehmer (\u201eSlammer\u201c):<\/span><\/em><\/p>\n<p><strong>Vorrunde:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Markus K\u00f6hle:<\/strong> \u201eSlam-MC\u201c (Master of Ceremony), also Moderator. Wie immer professionell, aufmerksam, witzig. Und kann unglaublich gut Menschen mit Schokolade treffen. Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn. Darum bekommt er von mir ein Bussi auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p><strong>Kinaski:<\/strong> Ging wohl betrunken auf die B\u00fchne oder war zumindest danach in diesem Zustand. Gab den verkannten Dichter, den er uns neben dem Mikrofon zeigte. Daf\u00fcr h\u00e4tte er noch ziemlich viel l\u00e4nger gebraucht, aber Markus hat hier die 5-Minuten Regel wirksam werden lassen.<\/p>\n<p><strong>Rebecca Heinrich:<\/strong> Sie tanzte <em>Shake it Off <\/em>von Taylor Swift und glaubte zu wissen, dass es eh immer nur dieselbe Leier ist, rief aber trotzdem zur Ver\u00e4nderung auf. Wie, das sollte das Publikum wissen, wie es schon Brecht sagte. Es wurde nach einem schwulen Papst gefordert, die Zuh\u00f6rer mochten das.<\/p>\n<p><strong>Benedikt Hoffmann:<\/strong> &#8230; kann gut seine Stimme verstellen. Er war ein G\u00e4nsebl\u00fcmchen mit Stimmbruch und hatte allerhand aus diesem Leben zu erz\u00e4hlen. Er bl\u00fchte und man schmunzelte.<\/p>\n<p><strong>Lisa Eckhart:<\/strong> Sie setzte bewusst den Akzent auf Selbstinszenierung, passend dazu trug sie ein harmonierendes Outfit. Mit effektvoller Gestik und Mimik, passend gesetzten Pausen und Akzentuierungen zog sie das Publikum in ihren Bann. Oh, und sie wetterte gegen Zigaretten-N\u00f6rgler.<\/p>\n<p><strong>Simon Tomaz:<\/strong> Seine Kritik an der Politik verbackte er in Torten, nach welchen die \u00d6sterreichern zu Wahlzeiten verlangten. Er spielte die beste Glawischnig, die ich je geh\u00f6rt habe und imitierte so manch anderen schr\u00e4gen Vogel der politischen Welt. Oh, und er ist P\u00e4dagoge in Spe. Das gibt einen ganz objektiven Pluspunkt.<\/p>\n<p><strong>Dietmar Wielgosch:<\/strong> Er k\u00fcrzte eine Oper auf f\u00fcnf Minuten, indem er \u201eden ganzen esoterischen Schei\u00dfdreck\u201c rausnahm, sich auf die Hauptproblematik konzentrierte und \u201eaktuelle Probleme\u201c mit hineinpackte. Anscheinend war er recht zuf\u00e4llig da, um etwas Spa\u00df zu haben. Gott sei Dank!<\/p>\n<p><strong>Stefan Abermann:<\/strong> Er er\u00f6ffnete uns die schrecklichen Geheimnisse des Elterndaseins, in dem mit F\u00e4kalien blo\u00df so um sich geworfen wird. Da wurde erz\u00e4hlt von Chlorbleichmitteleinl\u00e4ufen und so manch anderen Kinder-Erg\u00fcssen. Es waren grausame Dinge&#8230; Bin ich froh, erst 19 zu sein.<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Finalrunde<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Simon Tomaz:<\/strong> Er begann die Finalrunde mit einem fulminanten Sprachspiel der Klasse \u201eEchoreime\u201c und wiederholte dabei immer dieselbe Silbe&#8230; So viel Kreativit\u00e4t wird mit einem L\u00e4cheln und viel Applaus belohnt, den Zuschauern gefiel es.<\/p>\n<p><strong>Dietmar Wielgosch:<\/strong> Er zeigte uns wiederum, wie gut er dichten kann, \u00fcber einen kleinen Aussetzer (Heavy Metal!) t\u00e4uschte er uns professionell hinweg. Seine l\u00e4ssig vorgetragene Lyrik befasste sich mit der Arbeitsteilung als Wundermittel und er selbst hatte die H\u00e4nde fest im Hosensack.<\/p>\n<p><strong>Rebecca Heinrich:<\/strong> Sie deklarierte, nicht fremd zu sein und schilderte, wie weh es tut, zu glauben, dass man es sei. Die Zuh\u00f6rer erfuhren, wie der richtige Plural des Wortes Cappuccino gebildet wird und noch so manch einiges aus der Erinnerungskiste der Figur des Textes.<\/p>\n<p><strong>Lisa Eckhart:<\/strong> Sie bestach durch charmanten ost\u00f6sterreichischen Dialekt, der den Hallern wohl sehr gefiel. Es wurde leise und laut, es wurde gefuchtelt und gezeigt, es wurde \u00fcbers heimdrehen und wegsehen philosophiert und noch so manch anderes deklariert&#8230;<\/p>\n<p><strong>Stechen<\/strong><\/p>\n<p>Weil der Abend noch nicht weit fortgeschritten war, das Publikum dies auch einforderte, alle eine sehr gute Zeit zusammen hatten und Rebecca Heinrich sowie Lisa Eckhart ex aequo mit der H\u00f6chstpunktzahl von 31 Punkten lagen, wurde noch ein Stechen zwischen den beiden Frauen eingefordert.<\/p>\n<p><strong>Rebecca Heinrich:<\/strong> Sie begann die Finalrunde mit einem Text \u00fcber ein Textil-Label, welches auf Grund des Copyrights anonymisiert wurde. Es wurden 5 Schritten zur Produktion eines Sommerkleids dargestellt und darauf verwiesen, dass das alles eine wahre Geschichte sei.<\/p>\n<p><strong>Lisa Eckhart:<\/strong> Sie begann mit einem Text, der jetzt ein wenig Meta sein wird und philosophierte \u00fcber das Dasein als Poetry Slammer und die Abh\u00e4ngigkeit vom Willen der Zuh\u00f6rer. Es wurden Daumen in die Luft gestreckt, die ihre Richtung ver\u00e4nderten. Alles in allem l\u00e4stert sie eigentlich \u00fcber Heuchelei.<\/p>\n<p><strong>Ergebnis:<\/strong> Lisa Eckhart gewinnt den Stromboli Poetry Slam, Rebecca Heinrich den 2. Platz. Alles in allem war es eine sehr spannende Veranstaltung, mit vielen verschiedenen Beitr\u00e4gen und Charakteren. Ich kann den Stromboli Poetry Slam all jenen empfehlen, die einen, ja vielleicht ein wenig \u201ealternativen\u201c Slam zum dominierenden B\u00e4ckerei Poetry Slam suchen, die Atmosph\u00e4re ist ruhiger und f\u00fcr mich pers\u00f6nlich stellt er eine ganz andere Art von Poetry Slam dar, wie ich sie gewohnt bin. Wobei man ja eigentlich auch nie von gewohnt sprechen kann, da jeder Poetry Slam anders ist. Aber ich pers\u00f6nlich bin den Poetry Slam in Innsbruck gewohnt, daher empfinde ich es immer sehr sch\u00f6n nach Hall zu kommen. Mein Rat: Selbst ausprobieren und ein Urteil f\u00e4llen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Slam on!<\/p>\n<p>Rebecca<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo liebe Menschen, Hier endlich einmal wieder ein Beitrag auf meiner Seite &#8211; muss sein, schlie\u00dflich fand letzte Woche ja mein Lieblings-Potry-Slam statt! Hier stelle ich euch einen Arbeitsauftrag aus der Universit\u00e4t, der so ein bisschen allgemeine Beschreibung vom Stromboli (tw. aus dem letzten Bericht) und Bericht von diesem Poetry Slam darstellt. Viel Spa\u00df beim &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/?p=159\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eStromboli Poetry Slam Schwuler Papst Kaktus\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[27,2,20,25,26,28],"class_list":["post-159","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-hall","tag-poetry-slam","tag-rebecca-heinrich","tag-stromboli","tag-stromboli-poetry-slam","tag-tirol"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=159"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":163,"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/159\/revisions\/163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rebecca.martin-heinrich.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}